Mitgliederboom bei Jugendfeuerwehr

Aktive Mitglieder und eine engagierte Vorstandschaft sind die Grundpfeiler eines erfolgreichen Vereins. Über beides verfügt die Freiwillige Feuerwehr Troschenreuth und so ist der Mitgliederzulauf, den der Vereinsvorsitzende Michael Wolf bei der Jahreshauptversammlung zur Recht mit Stolz verkündete, nicht verwunderlich. 21 Eintritte konnte Wolf vermelden, darunter fünfzehn Kinder und Jugendliche.

Der Ausstattung der Kinder- und Jugendfeuerwehr galt dann auch ein großer Anteil der Investitionen des Vereins, denn auch der Helfernachwuchs benötigt entsprechende Schutz- und Einsatzkleidung für Übungen und Ausbildungen. Daneben unterstützte der Feuerwehrverein die aktive Wehr mit Zuschüssen für Ausrüstungsgegenstände und förderte die Feuerwehrkapelle bei der Anschaffung einer Verstärkeranlage.

Über 200 Mitglieder zählt der Verein nun, und dies zeigte sich auch bei der Teilnahme an Festen und Festzügen, bei der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenwehr sowie die Feuerwehrkapelle stets stark vertreten waren. Bei den eigenen Veranstaltungen bildete das Grillfest mit Böhmischen Abend, bei der drei Blaskapellen spielten, den Höhepunkt. 16 Kinder, darunter auch sechs Mädchen, im Alter von sechs bis zehn Jahren sind in der Kinderfeuerwehr aktiv. Leiter Rainer Buchfelder berichtete von den Vorbereitungen und der erfolgreichen Teilnahme bei der Kinderfeuerwehrolympiade, von Ausflügen zur Feuerwehr Auerbach und zur "Expedition Leitstelle" in Bayreuth, sowie von kindgerechten Ausbildungs- und Übungsabenden.

Einen regelrechten Boom legte die Jugendfeuerwehr unter Leitung von Wolfgang Kauper hin. Mit gleich zehn Neuzugängen hat dieser nun eine engagierte Truppe beisammen, die bereits bei Übungen mitwirkt und beim Wissenstest mit Bravour teilgenommen hat. Per traditionellen Handschlag wurden in der Versammlung David Förster, Nico Dettenhöfer, Felix Barchtenbreiter, Patrick Neukam und Christoph Neukam in die Feuerwehr aufgenommen.

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Neunzehn Musikanten bilden die Feuerwehrkapelle Troschenreuth und hatten im vergangenen Jahr 25 Auftritte zu absolvieren, darunter drei Festzüge und diverse Festveranstaltungen. Seit zehn Jahren gibt es die Feuerwehrkapelle nun, was im Herbst zusammen mit dem Mundarttheater gebührend gefeiert wurde. Damit die Kapelle nicht nur gut klingt, sondern auch fesch aussieht, wurden neue Westen mit Vereinslogo angeschafft.

Mit der Aussage "es wurde nicht langweilig" stapelte Kommandant Marco Neubauer eher tief. 76 Einsätze hatten die 65 aktiven Troschenreuther Wehrleute im vergangenen Jahr zu bewältigen, darunter Großeinsätze wie der Brand im Cabriosol in Pegnitz oder das Feuer, dass in Kirchenbirkig vier Busse zerstörte. Bei beiden Einsätzen wahren zahlreiche Atemschutztrupps aus Troschenreuth im Einsatz. Gerade beim Saunabrand zeigte sich, dass die Investition in gute Schutzkleidung richtig war, denn es tropfte heißes Bitumen auf die Brandbekämpfer herab, dass mit der einfachen Bayern-Ausstattung unter Umständen zu Verletzungen geführt hätte. Auch die Ausrückezeit konnte sich sehen lassen, im Schnitt vergingen nicht mal drei Minuten, bis das erste Fahrzeug das Gerätehaus verlassen hatte.

Von einer dynamischen Entwicklung der Troschenreuther Feuerwehr mit erfolgreicher "Manpower" sprach der Erste Bürgermeister der Stadt Pegnitz, Uwe Raab. Die örtlichen Gegebenheiten, gesellschaftiche Entwicklungen sowie steigende Einsatzzahlen stellen Stadt und Feuerwehr vor neuen Herausforderungen. Der Feuerwehrbedarfsplan habe Veränderungspotential aufgezeigt, dass nun nach und nach umgesetzt werde. Für Troschenreuth bedeute dies, dass das defekte Mehrzweckfahrzeug ersetzt wird und die Anschaffung eines Rettungssatzes zur technischen Hilfeleistung angedacht ist. Neben den angeforderten Ausrüstungsgegenständen wie zum Beispiel Atemschutzmasken, die der Stadtrat bewilligt hat, trägt die Stadt die Unterhaltskosten für Gerätehaus und Fahrzeuge von rund 6.500 Euro jährlich. Im gesamten Stadtgebiet fielen hierfür 150.000 Euro an, dazu wurden 107.000 Euro in Fahrzeuge und Geräte investiert, so der Bürgermeister.

Kreisbrandinspektor Stefan Steger bestätigte, dass auf Troschenreuth Verlass sei. Er appelierte an die anwesenden Stadträte, den geplanten Anschaffungen zuzustimmen, weil Bedarf und Leistungsfähigkeit vorhanden sei. Leider musste Kreisbrandmeister Florian Thüroff aus persönlichen Gründen sein Amt zur Verfügung stellen, gab Steger bekannt. Die Nachfolge ist noch offen.

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Zum Abschluss der Versammlung wurden verdiente Mitglieder ausgezeichnet. Mehr als ein halbes Jahrhundert ist Heinrich Dürtler Mitglied und unermüdlicher Helfer bei der Freiwilligen Feuerwehr Troschenreuth. Er erhielt die entsprechende Urkunde. Ganze 65 Jahre ist Martin Stauber bei der Troschenreuther Wehr und erhielt dafür neben der Urkunde den angemessen Applaus der Versammlung. Auch Beförderungen wurden ausgesprochen. Martin Dürtler und Wolfgang Kauper wurden zu Oberlöschmeistern ernannt. Julian Budek, Stefan Pleisteiner und Matthias Hopfengärtner sind nun Hauptfeuerwehrmänner.

 

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