B - Brandbekämpfung

Die Brandbekämpfung, also das Löschen von Bränden ist die ursprünglichte Aufgabe der Feuerwehren. Das meist eingestzte Löschmittel ist Wasser, das früher hauptsächlich in Eimern getragen wurde, und später mit Handdruckspritzen gepumpt wurde.

Löschverfahren und Löschwirkungen
Alle Methoden der Brandbekämpfung dienen dem Zweck, einen Brand (also eine Verbrennung) zu löschen. Die unterschiedlichen Löschverfahren wirken, indem sie verhindern, dass alle Grundvoraussetzungen für eine Verbrennung gegeben sind.

Voraussetzungen für eine Verbrennung
- Brennbares Material in ausreichender Menge
- Sauerstoff
- Wärme, um die Zündtemperatur zu erreichen, oder die Mindestverbrennungstemeratur zu halten
- Das richtige Mengenverhältnis des brennbaren Stoffes mit der Umgebungsluft
- Ein Katalysator

Löschverfahren
Um eine Verbrennung zu unterbinden ist es ausreichend eine der Voraussetzungen nicht zu erfüllen. Der brennbare Stoff kann normalerweise nicht einfach entfernt werden (jedoch kann oft verhindert werden, dass zum Beispiel brennbare Gase oder Flüssigkeiten weiter auslaufen oder ausströmen).

Abkühlung
Der Entzug von Wärme wird durch Abkühlung erreicht, indem das Löschmittel durch Erwärmen oder Verdampfen der Brandstelle Wärme entzieht. Hierzu eignet sich Wasser sehr gut, da es fast überall in großen Mengen vorhanden ist, und ein hohes Wärmebindungsvermögen besitzt.

Ersticken
Der Entzug von Sauerstoff erfolgt hauptsächlich durch Ersticken, indem man den Sauerstoff vom brennbaren Stoff fernhält oder ihn verdrängt. Dies kann durch einfaches Abdecken mit einer Decke, oder Überziehen mit einer Luftundurchlässigen Schicht, beispielsweise von Schaum erfolgen. Stickgase wie Kohlendioxid oder Inergen verdrängen den Sauerstoff.

Antikatalytische Wirkung
Die antikatalytische Wirkung (auch Inhibition genannt) beruht darauf, dass die für die Verbrennung mit Flamme notwendigen Radikale durch Rekombination unwirksam gemacht werden.

Hauptlöschwirkung und Nebenlöschwirkungen
Die unterschiedlichen Löschmittel haben meist nicht nur eine, sondern auch mehrere Wirkungen beim Löschen. Die Hauptöschwirkung ist die, welche den größten Einfluss auf die Verbrennung hat. Bei Wasser ist es die abkühlende Wirkung, bei Schaum hingegen das Ersticken.

Nebenlöschwirkungen wirken zusätzlich zur Hauptlöschwirkung. So deckt das Wasser den brennbaren Stoff mit einem dünnen Film ab, wirkt also leicht erstickend. Der Schaum enthält Wasser, welches somit auch abkühlend wirkt.

Vorgehensweise
Um einen schnellen und sicheren Erfolg beim Löschen zu erzielen, soll die Brandbekämpfung möglichst stark und gleichzeitig erfolgen. Beim Einsatz von Feuerlöschern sollten diese daher gleichzeitig und nicht nacheinander eingesetzt werden.

Speziell bei Zimmerbränden oder Wohnhausbränden unterscheidet man zwei Vorgehensweisen:

Außenangriff
Beim Außenangriff erfolgt die Brandbekämpfung von außerhalb des Gebäudes, es wird also durch die Fenster gespritzt. Dies ist die für die Feuerwehrleute sicherere Methode, jedoch ist das Risiko eines Wasserschadens größer, da man bei starker Rauchentwicklung oft nicht erkennen kann, ob man überhaupt mit dem Wasserstrahl die Brandstelle trifft.

Innenangriff
Beim Innenangriff gehen Feuerwehrangehörige mit Atemschutzgeräten, üblicherweise mit Pressluftatmern, in das Gebäude vor, um gezielt den Brandherd zu finden und abzulöschen. Hier ist das Risiko für die Feuerwehrleute daher größer, jedoch kann das Löschmittel viel gezielter eingesetzt werden.

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