Zum Hauptinhalt springen

Deprecated: htmlspecialchars(): Passing null to parameter #1 ($string) of type string is deprecated in /home/www/ff-troschenreuth.de/modules/mod_search/mod_search.php on line 44

Veranstaltungen

Ein neues Zeitalter hat begonnen

Mit der feierlichen Einweihung einer neuen Fahrzeughalle und der Segnung einer wichtigen Ausstattungskomponente setzte die Freiwillige Feuerwehr Troschenreuth ein starkes Zeichen für ihre Zukunft und ihre herausragende Einsatzbereitschaft. Der Festgottesdienst und der anschließende Festakt in der frisch eingeweihten Halle versammelten zahlreiche Feuerwehrabordnungen aus der Region, die gemeinsam mit prominenten Gästen aus Politik und Feuerwehr die Bedeutung dieses Ereignisses würdigten. Unter den Gratulanten befanden sich der Erste Bürgermeister der Stadt Pegnitz, Wolfgang Nierhoff, der Landrat des Landkreises Bayreuth, Florian Wiedemann, sowie der Landtagsabgeordnete Franc Dierl. Matthias Ott vom Bayerischen Staatsministerium des Inneren hob die Bedeutung der neuen Einsatzkomponente "Ölwehrpaket" hervor. Ein besonderer Höhepunkt der Feier war die Ehrung der Führungskräfte der Feuerwehr durch Kreisbrandrat Hermann Schreck.

| Harald Saß

Im Rahmen eines Festgottesdienstes segnete Pfarrer Norbert Förster die neue Fahrzeughalle sowie einen Teleskoplader mit Hubarbeitsbühne und zahlreichen weiteren Anbaugeräten. Er hob die Bedeutung des Ehrenamts, der Kameradschaft und der praktizierten Nächstenliebe der Einsatzkräfte der Feuerwehren hervor und betete, dass alle Helfer immer wohlbehalten von den Einsätzen zurückkehren mögen. Als Ministranten fungierten fünf Mitglieder der Jugendfeuerwehr Troschenreuth. Die Kinder der Kindertagesstätte St. Martin überraschten die erwachsenen Helfer mit selbstgebastelten "Schutzengeln".

Manchmal braucht es eine gehörige Portion Glück, um etwas Großes zu beginnen. Der erste Glücksfall war, dass der Freistaat Bayern wieder verstärkt in den Katastrophenschutz investierte. Als zweiten Glücksfall kann man ansehen, dass neue Einheiten und Fahrzeuge auch in Oberfranken stationiert werden sollten. Und der dritte Glücksfall war, dass die Feuerwehr Troschenreuth davon erfuhr. Denn das löste eine Kette von Ideen, Entscheidungen und herausragendem Engagement vieler Beteiligter aus, die schließlich in der feierlichen Einweihung an diesem Samstagnachmittag mündete.

Und so dürfen die Troschenreuther zu Recht stolz sein auf das, was sie in kürzester Zeit geleistet haben. Der erste Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Michael Wolf, plakatierte dies in zwei Zeiträumen: Vom ersten Spatenstich bis zur nutzbaren Halle in nur 12 Wochen. Von der grünen Wiese bis zur Fertigstellung und Einweihung in nur 11 Monaten. Noch am Vormittag wurde Hand an die letzten Details angelegt. Wolf schilderte, wie im März 2025 eigentlich nur geplant war, vorhandene Pflastersteine zu entfernen. Doch am Ende des Tages war die Baugrube fast fertig ausgehoben. Viele Helfer kamen, Bauern und Firmen stellten Fahrzeuge und Baumaschinen zur Verfügung, alles ehrenamtlich und unentgeltlich. Dies zog sich durch die gesamte Bauphase. Eine riesige Belastung für alle sei das gewesen, insbesondere auch für die Familien, die oft auf ihre Väter und Partner verzichten mussten.

Kommandant Marco Neubauer dankte vor allem Bürgermeister Wolfgang Nierhoff, den Mitgliedern des Stadtrates sowie den städtischen Mitarbeitern für das Vertrauen und die ständige Unterstützung, von der ersten Idee bis zur fertigen Halle. Auch Landrat Florian Wiedemann sei stets erreichbar gewesen und half mit seiner Verwaltung, die nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, Genehmigungen zu erteilen und das Projekt im Zeitplan zu halten.

Wolfgang Nierhoff schilderte in seiner Festansprache den Verlauf des Projekts, von der ersten Anfrage im November 2023 über die nicht einfachen Gespräche zur Finanzierung bis hin zur fertigen Planung in enger Abstimmung mit der Feuerwehrführung des Landkreises, insbesondere mit Kreisbrandrat Hermann Schreck und Kreisbrandinspektor Stefan Steger. Er sei überzeugt gewesen, "dass wenn es jemand schaffen könne, dann die Troschenreuther". Letztendlich stimmten auch die Stadträte für das Konzept der Troschenreuther, die den Bau mittels eines eigens gegründeten Fördervereins realisieren und finanzieren wollten. Ein Jahr später sei dann nicht nur der Finanzrahmen von 420.000 Euro für den Bau eingehalten, sondern das Projekt auch mit sensationellem Engagement und riesiger Eigenleistung aller Helfer fertiggestellt worden. Bürgermeister, Stadtrat und Verwaltung waren dabei Unterstützer des Ehrenamts gewesen. Landkreis, Bezirk und Freistaat hätten dann auch ihren Teil dazu getan.

Der Landtagsabgeordnete Franc Dierl, der auch für seinen ebenfalls anwesenden Kollegen Stefan Frühbeisser die Grüße des Landtages und des Freistaates überbrachte, zeigte sich sichtbar beeindruckt von der neuen Halle und der Leistung der Feuerwehr Troschenreuth. Die Politik könne Gelder bereitstellen, Fahrzeuge und Spezialeinsatzmittel finanzieren, aber ohne Ehrenamtler wäre das alles nicht zu stemmen. Was das Ehrenamt in Bayern leiste, könne keine Kommune, kein Landkreis und keine Regierung bezahlen. Dazu komme, dass viele Menschen es für selbstverständlich ansehen würden, dass die Feuerwehr komme, wenn die 112 gewählt wird. Vor allem in den Städten wüssten viele nicht, dass Feuerwehr Ehrenamt bedeute.

Landrat Florian Wiedemann bezeichnete den neuen Teleskoplader, der auf einem Tieflader transportiert werden kann und über zahlreiche Anbaugeräte von Palettengabel über verschiedene Schaufeln bis zur Hubarbeitsbühne verfügt, als ein wahres Multitalent im Einsatzgeschehen, das bei Unwetter, Hochwasser oder technischen Hilfeleistungen zum Einsatz kommen kann. Er bedankte sich bei Hermann Schreck und der Landkreisführung der Feuerwehren für den Mut und das Vertrauen, diese Einheit in Troschenreuth zu stationieren. Doch mit der Stationierung allein sei es nicht getan. 26 Helferinnen und Helfer haben die Berechtigung zur Benutzung des neuen Einsatzmittels erworben, den sogenannten Teleskopladerschein. Täglich seien sie am Üben, um sich mit Teleskoplader und Zubehör vertraut zu machen. Lkw-Führerscheine wurden auf eigene Kosten auf CE (Lkw mit Anhänger) erweitert. Dafür gebühre der ganzen Mannschaft ganz herzlicher Dank, so der Landrat. Zudem überbrachte er die Nachricht, dass der ebenfalls von der Feuerwehr Troschenreuth betriebene Einsatzleitwagen ELW 1, der zurzeit noch im Katastrophenschutzlager in Pegnitz steht, in Kürze auch in der neuen Fahrzeughalle in Troschenreuth stationiert wird.

Der Vertreter des Bayerischen Staatsministeriums des Inneren, Matthias Ott, berichtete von Investitionen im dreistelligen Millionenbereich, die der Freistaat Bayern für den Katastrophenschutz auf den Weg gebracht habe. Ein Ausfluss daraus sei auch die Ölwehreinheit, die nun in Troschenreuth stationiert wird. Nach den Hochwassereinsätzen im Jahr 2024 wurden die Schadenslagen analysiert und neue Komponenten entwickelt, die in solchen Fällen schnelle Hilfe leisten können. Öl, insbesondere Heizöl, kann Gebäude schnell unbewohnbar machen, und nur durch das schnelle Eingreifen von Feuerwehr und THW konnten viele Wohnhäuser in den Überschwemmungsgebieten gerettet werden. Er bedankte sich für die Bereitschaft, diese komplexe Einheit in Zukunft zu betreuen. Und als persönliche Anmerkung meinte er, dass er schon viel gesehen habe in Bayern und Deutschland, aber Troschenreuth sei mit seiner Feuerwehr schon ziemlich weit vorne dabei.

Kreisbrandrat Hermann Schreck berichtete von zahlreichen Einsätzen in Katastrophengebieten in den letzten Jahren, teilweise mit zwei Kontingenteinheiten gleichzeitig, die die Feuerwehren des Landkreises Bayreuth, darunter auch Troschenreuth, in den vergangenen Jahren absolvierten. In Oberfranken seien noch mehrere neue Einsatzmittel und Fahrzeuge im Zulauf, auch im Landkreis Bayreuth würden noch weitere stationiert. Er bedankte sich auch dafür, dass die Stadt Pegnitz ihre Feuerwehren immer unterstützt und die Ausrüstung auf aktuellem Stand hält. Beim Neubau in Troschenreuth wurden neue Wege beschritten, einerseits mit der Finanzierung durch einen Förderverein und andererseits mit dem Bau einer Leichtbau-Stahlhalle. An neue Wege müsse man sich erst gewöhnen, so der Kreisbrandrat mit einem Augenzwinkern, aber den politisch Verantwortlichen der Stadt gebühre der Dank, dass es dennoch geklappt hat. Er ging auch auf die Hintergründe der Stationierung in Troschenreuth ein. Zum einen sei Troschenreuth eine Wehr, die aufgrund ihrer Lage nicht bereits durch den täglichen Einsatzdienst völlig ausgelastet sei, zum anderen sei eine motivierte Mannschaft in ausreichender Stärke vorhanden. Zudem sei sie immer für Neues offen. Daher fiel die Entscheidung, trotz weiterer Bewerbungen aus dem Landkreis, aufgrund fachlicher Gesichtspunkte für Troschenreuth. "Ab heute seid Ihr in einer anderen Liga!", gab er den Helfern mit auf den Weg.

Der Kreisbrandrat hatte dann noch eine Überraschung im Gepäck. Zumindest für die vier Troschenreuther, die hauptverantwortlich für das Projekt waren. Der stellvertretende Kommandant Christoph Maul und der stellvertretende Vorsitzende der Feuerwehr, Manuel Rupprecht, wurden von Landrat Florian Wiedemann, dem Kreisbrandrat Hermann Schreck und Kreisbrandinspektor Stefan Steger mit dem Verdienstkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes Bayreuth für ihre Leistungen und Verdienste bei der Umsetzung des Neubaus und der Stationierung des Ölwehrpakets ausgezeichnet. Michael Wolf als Vorsitzender und Marco Neubauer als Kommandant erhielten das Verdienstkreuz des Kreisfeuerwehrverbandes in Sonderstufe, der höchsten Auszeichnung, die der Kreisfeuerwehrverband vergibt, unter großem Applaus der Festgäste und insbesondere der Troschenreuther Feuerwehrfrauen und -männer, die diese Ehrung für ihre Leitungskräfte einstimmig beantragten, ohne dass diese etwas davon wussten.

Nach allen Grußworten und der Übergabe der Gastgeschenke von Feuerwehren und örtlichen Vereinen spielte die Feuerwehrkapelle Troschenreuth, die sowohl den Gottesdienst als auch den Festakt umrahmte, noch einige Stunden weiter und unterhielt die Festgäste mit schwungvoller Blasmusik, sodass eine würdevolle Feier auch einen vergnüglichen Ausklang fand.


Lesen Sie auch

Bestes Wetter, drei Blaskapellen und alle Sitzplätze belegt: die Freiwillige Feuerwehr Troschenreuth bewies einmal mehr, dass sie es versteht, Feste erfolgreich zu feiern. Das Fest begann am Vorabend mit einem Preisschafkopf, zu dem sogar Kartler aus Forchheim, Schwandorf und ähnlich weit entfernten Orten anreisten. Den ersten Platz behielten die Troschenreuther aber im Ort, denn Ehrenvorstand Hermann Maul bekam die besten Karten des Abends und siegte mit großem Vorsprung. Das eigentliche Grillfest begann dann nach der Fronleichnamsprozession mit einem Frühschoppen.

Troschenreuth hat das Feiern nicht verlernt. Beim Grillfest mit Böhmischen Abend kamen zahlreiche Besucher, um die Fahrzeuge zu besichtigen, sich an den angebotenen Spezialitäten zu erfreuen oder den Klängen von gleich drei Blaskapellen zu lauschen. Unter den Gästen befanden sich auch Landrat  Florian Wiedemann und Zweite Bürgermeisterin Dr. Sandra Huber sowie Kreisbrandrat Hermann Schreck und Kreisbrandinspektor Stefan Steger von der Landkreisführung der Feuerwehr. 

Mit der Segnung der neuen Fahrzeughalle und der neu in Dienst gestellten Einsatzfahrzeuge setzte die Freiwillige Feuerwehr Troschenreuth am Wochenende nicht nur einen baulichen und technischen Meilenstein. Im feierlichen Rahmen wurde zugleich eine Patenschaft mit der Freiwillige Feuerwehr Trockau offiziell besiegelt – ein sichtbares Zeichen enger Verbundenheit und gelebter Kameradschaft.
Bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Troschenreuth blickte der Erste Vorsitzende, Michael Wolf, auf ein ereignisreiches Jahr 2025 zurück. Ein zentrales Projekt war der Anbau einer Fahrzeughalle, der die Vorstandschaft intensiv beschäftigte. Durch zahlreiche Arbeitsdienste und unkomplizierte Abstimmungen – auch digital – konnte das Projekt erfolgreich vorangetrieben werden. Besonders erfreulich war der Nettozuwachs auf 239 Mitglieder, wobei der Anstieg von 14 Kindern und Jugendlichen als eine der wichtigsten Errungenschaften für die Zukunft hervorgehoben wurde.
Verkehrsunfall THL 4 – Feuerwehr Troschenreuth

"Wenn es einer schafft, dann Ihr!" bescheinigte der Erste Bürgermeister der Stadt Pegnitz, Wolfgang Nierhoff, dem Förderverein der Feuerwehr Troschenreuth und den Aktiven der Wehr anlässlich des symbolischen Spatenstichs für den Erweiterungsbau des Feuerwehrgerätehauses in Troschenreuth. Mit dieser Überzeugung des Bürgermeisters im Rücken haben die Troschenreuther den Bau einer Fahrzeughalle begonnen. Bauherr ist nicht die Stadt Pegnitz, sondern der Förderverein selbst. Dies mache zwar manche Verhandlungen einfacher, aber auch manches schwieriger, so der Vorsitzende des Fördervereins, Marco Neubauer in seiner Ansprache zu Beginn der Veranstaltung, zu der neben Landrat Florian Wiedemann und Bürgermeister Wolfgang Nierhoff zahlreiche Stadträte der Pegnitzer Gemeinschaft, der SPD und der CSU gekommen waren. Auch Vertreter der ausführenden Unternehmen, der Feuerwehrführung von Stadt und Landkreis sowie natürlich die ehrenamtlichen Helfer der Feuerwehr waren zu dem kleinen Festakt geladen. Pfarrer Norbert Förster segnete die Baustelle und betete für alle Helfer und Mitwirkende.