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Verein

Feuerwehr Troschenreuth freut sich über viele Mitglieder

Ein Jahr voller Einsatz, Engagement und Gemeinschaft – so lässt sich die beeindruckende Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr Troschenreuth im vergangenen Jahr zusammenfassen.

| Harald Saß

Auf der Mitgliederversammlung präsentierte der 1. Vorsitzende, Michael Wolf, erfreuliche Zahlen: Die Mitgliederzahl der Feuerwehr stieg von 207 auf 222 an, darunter 48 Kinder und Jugendliche. Ein regelrechter Aufschwung, wenn man bedenkt, dass bei der Amtsübernahme der neuen Vereinsführung im Jahr 2017 lediglich 172 Mitglieder verzeichnet wurden. Diese positive Entwicklung spiegelt nicht nur das wachsende Interesse an der freiwilligen Feuerwehr wider, sondern unterstreicht auch die bedeutende Rolle, die die Troschenreuther Feuerwehr in der Gemeinschaft spielt. Ein Blick auf die Mitgliederversammlung offenbart nicht nur Zahlen, sondern auch eine lebendige Gemeinschaft, die sich gemeinsam für die Sicherheit und das Wohl der Bürgerinnen und Bürger einsetzt.

Die 26-köpfige Vorstandschaft traf sich im vergangenen Jahr zu fünf regulären Vorstandssitzungen, ergänzt durch effiziente Online-Besprechungen, die es ermöglichten, trotz räumlicher Distanz die Belange der Feuerwehrgemeinschaft zu besprechen und Entscheidungen zu treffen. Die finanzielle Basis der Feuerwehr wurde durch gezielte Anschaffungen im Jahr 2023 weiter gestärkt. Investitionen in die Sicherheit der Kinderfeuerwehr standen dabei an erster Stelle, mit der Anschaffung neuer Anzüge im Wert von 3300 Euro. Auch die Vereinsmitglieder wurden bedacht, erhielten Wintermützen für insgesamt 1300 Euro. Die aktive Wehr wurde mit modernster Ausrüstung ausgestattet, darunter Sensoren für das Gasmeßgerät, eine Rettungsboa sowie ein Kanalspülgerät, die zusammen 1000 Euro in Anspruch nahmen. Des Weiteren wurden Winterparkas für repräsentative Auftritte im Gesamtwert von 800 Euro erworben. Beeindruckend ist die Tatsache, dass weitere Investitionen und Anschaffungen für die aktive Wehr durch großzügige anonyme Spenden in Höhe von rund 8000 Euro ermöglicht wurden.

Das Vereinsleben zeigte sich im vergangenen Jahr von seiner vielfältigen Seite. Unter den zahlreichen Höhepunkten ragt das Kneipenfestival im April hervor, gefolgt von einem erfolgreichen Preisschafkopf und Grillfest mit Böhmischen Abend im Juni. Als stärkster Verein nahm die Feuerwehr Troschenreuth am Jubiläum der Feuerwehr Trockau teil. Ein Familienausflug an den Brombachsee im September sowie der traditionelle Christbaumverkauf mit Weihnachtsmarkt im Dezember rundeten das ereignisreiche Jahr ab.

Der erste Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Troschenreuth, Marco Neubauer, zog auf der Mitgliederversammlung eine umfassende Bilanz über das vergangene Jahr. Die Feuerwehr konnte einen stabilen Mitgliederstand vorweisen, mit insgesamt 66 aktiven Mitgliedern, darunter neun Frauen, sowie acht Jugendlichen unter 18 Jahren. Besonders erfreulich ist die Anzahl der Atemschutzgeräteträger, die sich auf 27 beläuft.

Die Einsatzstatistik für das Jahr 2023 verdeutlicht die vielfältigen Aufgaben der Feuerwehr Troschenreuth. Insgesamt wurden 80 Einsätze verzeichnet, darunter acht Brände, 42 technische Hilfeleistungen, zwei Gefahrstoffeinsätze, acht Sicherheitswachen sowie sechs sonstige freiwillige Tätigkeiten. Zusätzlich wurden 14 Einsätze des Einsatzleitwagens des Landkreises registriert. Insgesamt wurden dabei 1765 Einsatzstunden geleistet, wobei Ausbildungs-, Übungs- und Wartungszeiten nicht eingerechnet sind. Bemerkenswert ist, dass das erste Fahrzeug in den meisten Fällen innerhalb von drei Minuten nach der Alarmierung das Gerätehaus verlässt.

Ein besonderer Dank von Kommandant Marco Neubauer ging an die Mitglieder für ihr geleistetes Engagement sowie an deren Familien für ihr Verständnis. Besonders stolz ist die Feuerwehr Troschenreuth darauf, seit dem 01.02.2023 den Einsatzleitwagen 1 des Landkreises Bayreuth zu betreuen. Dieser wird bei größeren Schadensereignissen alarmiert, um die Einsatzleitung vor Ort zu unterstützen. Nach intensiver Ausbildung der 14 Einsatzkräfte wurden bereits 14 Alarmierungen verzeichnet. Der Einsatzleitwagen ist derzeit im Katastrophenschutzlager des Landkreises unterhalb der Berufsschule in Pegnitz stationiert.

Die professionelle Weiterbildung der Feuerwehrleute stand ebenfalls im Fokus. Mehrere Gruppenführer nahmen an Einsatztrainings und Planspielen teil. Roman Ramisch und Patrick Neukam bestanden erfolgreich den Lehrgang zum Maschinisten und wurden zum Hauptfeuerwehrmann befördert. Sieben Feuerwehrleute absolvierten einen Lehrgang zum Rettungstechniker, was die hohe Qualifikation und Einsatzbereitschaft der Feuerwehr Troschenreuth unterstreicht.

Neubauer bedankte sich für die pragmatische Unterstützung des Feuerwehrvereins, der notwendige "Kleinigkeiten" stets zur Verfügung stellte. Von der Stadt Pegnitz erhielt man die zugesagten Ersatzbeschaffungen und Ausrüstungsgegenstände. Die THL-Jacken stehen noch aus, hier wird ein Mustersatz erwartet.

Die Landkreisführung der Feuerwehr und der erste Bürgermeister Wolfgang Nierhoff führten im vergangenen Jahr eine Inspektion des Gerätehauses durch. Hierbei wurden schwerwiegende Mängel an der Sicherheit für die Einsatzkräfte vorgestellt. Die Umsetzung der notwendigen Verbesserungen soll in 2024 begonnen werden. Gleichzeitig wird der Startschuss für die ebenfalls dringend notwendige Erweiterung des Gerätehauses erwartet. Die Mitglieder der Feuerwehr Troschenreuth stehen bereit, um dabei tatkräftig mitzuarbeiten, so Neubauer.

In der Jugendfeuerwehr sind derzeit acht Jugendliche aktiv. Während Paula Dettenhöfer und Sophia Diertl in die aktive Wehr wechselten, rückten Felix Dürtler und Noah Grundschok aus der Kinderfeuerwehr nach. Dass die Jugendlichen auch "was drauf haben", zeige sich an den hervorragenden Ergebnissen bei den Wissenstests 2022 und 2023 sowie beim Ablegen des Leistungsabzeichens Jugendflamme, so Gruppenleiter David Förster. Erkennbar stolz auf seine Feuerwehrkinder berichtete deren Leiter Hartwig Ackermann vom Jahr der Kinderfeuerwehr. Seit Jahren nimmt Troschenreuth hier eine Vorreiterrolle in der Region ein. In den neun Gruppenstunden wurden neben den an die jeweilige Jahreszeit angepassten Themen auch viele andere Aktivitäten mit den Kindern unternommen, um ihnen spielerisch und kindgerecht wichtige Elemente der Feuerwehr näherzubringen. Die rund 40 Kinder hatten großen Spaß bei einer Kinderolympiade, einer Brot-Back-Aktion oder einem Besuch beim Technischen Hilfswerk. Daneben lernten sie Erste Hilfe Maßnahmen, einen Notruf abzusetzen oder das Verhalten im Notfall. Voller Freude und Stolz tragen die Kids dabei ihre neuen Schutzanzüge.

Während die Kinderfeuerwehr boomt, könnte die Feuerwehrkapelle noch den einen oder anderen Musikanten gebrauchen, so Tobias Maul bei seinem Jahresbericht. Zahlreiche Auftritte, unter anderem beim Festumzug zum Stadtfeuerwehrtag in Trockau oder beim Gregoriefest in Schnabelwaid, wurden unter der Leitung vom Dirigent Martin Dürtler gemeistert. Höhepunkt des Kapellenjahres war der Böhmische Abend im Juni, bei dem gleich drei Musikkapellen die Besucher unterhielten.

In ihrem Grußwort bezeichnete es die Zweite Bürgermeisterin der Stadt Pegnitz, Dr. Sandra Huber (Grüne), als beeindruckend, was in Troschenreuth gut läuft. In Troschenreuth habe sie das Gefühl, hier werde angepackt. Arbeitseinsatz und Engagement, nicht zuletzt in der Kinder- und Jugendarbeit, sei ein mehr als erfolgversprechender Weg. Die Sanierung und der Ausbau des Gerätehauses sei im Haushalt des Jahres 2024 vorgesehen, während das geplante Waldbrand-Tanklöschfahrzeug in Absprache mit der Feuerwehrführung nach hinten verschoben wurde. In Bezug auf den Federführenden Kommandanten im Stadtgebiet Pegnitz hob Huber hervor, dass dieser vor allem Abstimmungsaufgaben übernehmen soll. Für die Feuerwehren sorge die Stadt Pegnitz im Rahmen der Möglichkeiten für eine gute Ausrüstung. Hochwasser, Starkregen aber auch Dürreereignisse fordern die Feuerwehr in immer stärkerem Maße und der Katastrophenschutz habe angesichts von Krisen und Kriegen wieder eine ganz neue Bedeutung erhalten, so die Bürgermeisterin. Ähnlich drückte sich auch Kreisbrandmeister Daniel Failner aus, der die Grüße der Landkreisführung überbrachte. Rechnerisch sind die Feuerwehren im Stadtgebiet jeden Tag im Einsatz. Ehrenamtliche erbringen hier unkompliziert eine hochqualifizierte Leistung.

In Hinblick auf verschiedene Belange der Feuerwehren habe er mit den Verantwortlichen durchaus kontroverse Diskussionen geführt, so Stadtrat Michael Förster (PEG). Wenn es dann aber zu einem gemeinsamen Ergebnis gekommen ist, vertrete er dieses dann auch mit Nachdruck in den Gremien. Es sei wichtig, Ehrenamt und Vereine zu stärken, es handle sich aber auch um viel Geld, daher müsse dieses sinnvoll und strategisch eingesetzt werden. Die Feuerwehr Troschenreuth habe sich hier stets engagiert und auch für die Zukunft gerüstet präsentiert, so Förster. 


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